Das Download Archiv Online seit 2001
Schnellsuche:

Edna bricht aus Review [spielbericht] Plattform: PC | Games |DDA

Edna bricht aus Review

Testbericht - Seite 1/2 (weiter)

Review von Edna bricht aus:

Als ich den ersten Screenshot von „Edna bricht aus“ sah, dachte ich zuerst an ein low-Bugdet-Spiel, eben ein Point&Click-Adventure mit heruntergeschraubter Comicgrafik. Ein P&C-Adventure ist es natürlich, aber bei der Grafik habe ich doch gezweifelt, ob diese nicht absichtlich so gehalten ist. Auf jeden Fall sollte man nicht vorschnell urteilen.

Edna bricht also aus – aber nicht aus einem Gefängnis. Zumindest keins im klassischen Sinn. Edna will aus einer Irrenanstalt fliehen. Warum sie dort sitzt, weiß sie nicht, den sie hat ihr Gedächtnis verloren. Der Wächter will sie nicht rauslassen, aber zum Glück gibt es ja irgendwo einen Lüftungsschacht. Nachdem man nun etwas Bewegungsfreiheit erlangt hat, gilt es, einen Weg nach draußen zu finden. Dabei trifft man immer wieder auf ... Mitbewohner. Und da wir in einer geschlossenen Anstalt sind - ich will niemanden diffamieren, aber: die Leute die man trifft, sind alle bekloppt. Der eine hat den ganzen Tag ein Bienenkostüm an, aus „Solidarität“ mit den Bienen, ein anderer glaubt, er wäre ein Professor und müsse in Bernstein-minen nach Dinosaurier-DNS suchen, der dritte empfängt über seinen Kleiderbügel kosmische Signale und so weiter. Die manisch-depressiven oder hyperaktiven Genossen sind da noch das kleinste Problem. Und mit all diesen Gestalten soll man so interagieren, das man einen Weg aus diesem Alptraum findet....



Um noch einmal auf den Punkt Grafik zurückzukommen: Auf meinen Screenshots kann man erkennen, das es sich wirklich um relativ schlichte Comic-Grafik handelt. Was man hingegen nicht auf den ersten Blick sieht, sämtliche Animationen sind wirklich aus 2-3 Einzelbildern zusammengesetzt, man könnte denken, es handelt sich dabei um eine grobe Flash-Animation. Dieser Umstand ist anfangs etwas gewöhnungsbedürftig, nach einer Weile empfindet man das aber als ganz normal. Ich glaube, etwas anderes als dieser einfache Grafik- und Animationsstil würde zu „Edna bricht aus“ auch gar nicht passen, daher denke ich das es mit Absicht so aufgebaut wurde. Allerdings ist das Spiel komplett auf einer Auflösung von 800x600, Grafikoptionen gibt es nicht, daran hätte man allerdings etwas ändern können.

Was das Gameplay an sich betrifft, findet man eine richtig schöne, altmodische Spielführung vor. Man bewegt sich durch die Gegend, redet mit Leuten, sammelt Gegenstände ein, eben diese Sachen, die ein Adventure auszeichnen. Edna erlebt sogar Flashbacks in ihre Vergangenheit, um sich dort Fähigkeiten anzueignen, die ihr bei aktuellen Problemen helfen. Im großen und ganzen sind da einige gute Ideen eingeflossen. Allerdings sind einige Sachen auch nicht ganz so appetitlich. Edna hat abgebissene Fußnägel im Inventar, bekommt Becher mit Ohrenschmalz oder nimmt an Parties teil, die auf dem Klo stattfinden. Alles ein wenig ungewohnt, wird aber durch den gekonnten Humor und die lustigen Kommentare wieder wettgemacht.

Ein Augenmerk sollte noch auf den auditiven Teil gerichtet werden. Die Charaktere sind, für ein Adventure dieser Art, gut umgesetzt und synchronisiert, einige sind nur etwas komisch, andere direkt durchgeknallt oder haben einen extremen Dialekt. Auf jeden Fall bekommt jeder dadurch einen sehr eigenen Charakter, allen voran Edna. Sound und Hintergrundmusik passen insgesamt richtig gut zum Spiel und sind separat an- und abschaltbar.

Edna bricht aus Screenshots:



Fazit und Wertung:

weiter zum Edna bricht aus Fazit mit Wertung


Markenrecht:
Wir weisen darauf hin, daß alle verwendeten Markennamen der jeweiligen Firmen oder Einrichtungen dem allgemeinen warenzeichen-, marken- oder patentrechtlichem Schutz unterliegen.