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Dark Sector Review [spielbericht] Plattform: PS3 | Games |DDA

Dark Sector Review

Testbericht - Seite 1/2 (weiter)

Review von Dark Sector:

Die schon eigentlich unbewohnte Stadt Lasria, im Osten Europas, wird von einem Virus beherrscht. Der Technocyte-Virus sollte ursprünglich als biologische Waffe dienen, wurde aber dann vom russischen Militär aufgegeben. Nicht aber von skrupellosen Waffenhändlern. Als CIA Agent, Hayden Tenno, werdet ihr nach Lasria beordert, um den Waffenhändler Messner auszuschalten. Die furchtbare Angst vor Ansteckung mit dem Virus und die starken Söldner Truppen erschweren aber diese Aufgabe. Werdet ihr es schaffen, dem Grauen ein Ende zu setzen?
Nach einer kurzen Zwischensequenz startet ihr in einer alten Militärbasis, welche nun von den Söldnern gehalten wird. Ihr schlagt euch als durch die Reihen der Gegner und versucht den Waffenhändler ausfindig zu machen. Zunächst scheint alles glatt zu laufen aber das es nicht dabei bleiben wird, ist mit dem ersten Kontakt von Messners Bodyguard zu erahnen.
Infiziert mit dem Technocyte Virus schleppt ihr euch zu einer Hütte, wo ihr vorher ein Funkgerät versteckt habt, verwirrt und von Schmerzen geplagt, bittet ihr um eure Evakuierung. Die CIA Führung versucht euch allerdings umzustimmen und die Mission zu beenden. Ihr werdet zu eurem Verbindungsmann geschickt, um dort eure verloren gegangene Ausrüstung zu ersetzen. Die Geschichte nimmt seinen Lauf und euch bleibt nicht mehr allzu viel Zeit um den Waffenhändler zu stoppen, bevor er das Virus außer Landes schaffen kann.

Das Gameplay ist recht einfach gestrickt, denn Action ist der Hauptbestandteil von Dark Sector. Durch die Infektion mit dem Virus erhaltet ihr Zugang zu übermenschlichen Kräften, gepaart mit der Ausbildung beim CIA werdet ihr somit zu einer Tötungsmaschine allererster Güte. Im Prinzip, folgt ihr den Waffenhändler auf seiner Fährte um ihn auszuknipsen, doch immer wieder werdet ihr vor neue Aufgaben gestellt. Denn Lasria bietet mehr als eine nur ein paar Sehenswürdigkeiten. Gespickt mit Infizierten, Söldnern, Barrikaden und anderen Überraschungen, warten auch hier und da ein paar kleine Rätsel auf euch. Dabei spielen in Dark Sector die Schusswaffen eher eine untergeordnete Rolle, denn hier wurde ein neues Element eingefügt. Die Glaive, eine Wurfwaffe die etwas an den Film Krull erinnert. Das Gameplay verändert sich dadurch grundlegend. Nach der Infektion werden ihr Herr über diese Waffe, welche euch an so manchen Stellen das Leben retten wird. Weiterhin werdet schaltet ihr auch immer mehr Fähigkeiten der Glaive frei, welche durchaus nützlich sind. So könnt ihr später den Wurf aufladen, das erfordert allerdings etwas Geschick. Ihr müsst dabei den Zielmarker beobachten und die Taste in dem Moment loslassen wenn es sich verfärbt. Das wird anfangs schwierig, aber man gewöhnt sich dran, später wird es auch für eine gewisse Kopflosigkeit bei euren Gegnern sorgen. Eines der nützlichten Fähigkeiten der Glaive ist es, Gegenstände zu euch zu bringen. Dabei müsst ihr einfach auf den Gegenstand zielen, egal ob Waffe, Geld, Koffer oder Munitionskiste und nach kurzem halten der Taste, wird die Glaive euch das gewünschte Objekt beschaffen. Was vor allem zum Munition sparen beiträgt, denn die Toten benötigen ihre Waffen ja nicht mehr. Die Glaive ist allerdings zu noch viel mehr fähig. Später könnt ihr sie auch mittels Aftertouch, wie in einer Zeitlupe steuern, was die Präzision eurer Attacken wesentlich erhöht. Lenken könnt ihr die Glaive mittels SixAxis Funktion, was allerdings einiger Übung bedarf. Im Menü könnt ihr die Bewegungssensoren ausschalten und dann steuert ihr die Glaive mittels rechten Stick. Eine weitere sehr coole Fähigkeit verleiht der Glaive das Aufnehmen von Elementen. Das bedeutet, solltet ihr in der nähe von Feuer, Eis oder Elektrizität sein, können sich eure Gegner schon mal auf eine schöne Grillparty einstellen. Später könnt ihr sogar mittels drücken des rechten Sticks, das Element explosionsartig freigeben, was bei Gegnerscharen sehr hilfreich ist. All das wird durch die schulternahe Kameraperspektive unterstützt und bietet eine metzger-nahe Atmosphäre, die Kamera folgt euren Bewegungen und erzeugt dadurch wunderbar ein Gefühl von Hektik und Geschwindigkeit.



Dabei fällt die Steuerung sehr überschaubar aus und ist in kurzer Zeit zu meistern. Während ihr mit den Schultertasten schießt (R1) bzw. zielt(L1), Granaten werft (L2) und natürlich das Glaive bedient(R2). Die Schusswaffenauswahl erfolgt über die Richtungstasten, Bewegen und schauen natürlich über die beiden Sticks. Mit könnt ihr nicht nur hinter Deckungen Hechten, euch dahinter verstecken oder euch aus dieser herauslehnen. Durch mehrmaliges drücken sprintet ihr was das Zeug hält. Das Lean und Peak System spielt in Dark Sector eine tragende Rolle, denn nicht alle Gegner laufen doof mit einer Axt auf euch zu. Die Söldner verschanzen sich gerne, nutzen Granaten sehr effektiv und haben die ein oder anderen Manöver drauf. Da wird auch mal gerne die Flanke attackiert oder eine Zangenbewegung ausgeführt. Später trefft ihr auch auf weiter entwickelte Infizierte, welche auch über Fernwaffen verfügen oder sich sogar tarnen können. Diese sind keineswegs zu verwechseln mit den dummen, zombieartigen Infizierten am Anfang des Spiels. Manchmal macht es sich aber auch gut, über eine Deckung zu springen und sich dem gegenüber im Nahkampf zu stellen.
Während ihr mit Rechteck eure Schusswaffen nachladet, steht euch mit Dreieck später ein Schild zur Verfügung war sogar größere Geschosse ablenkt. Mit Kreis geht ihr in den Nahkampf, und das nicht zu knapp. Euch stehen mehrere brutal inszenierte finale Combos zu Verfügung, je nachdem wie der Gegner zu euch steht. Dabei spielt die Glaive eine Hauptrolle, ähnlich wie die von Freddy Kruger. Doch auch die Gegner haben fiese Attacken in petto und so findet ihr euch manchmal, hastig eine Taste drückend im Nahkampf wieder. Allgemein ist der Schwierigkeitsgrad recht gut gelungen, man sollte sich also grundsätzlich den unterschiedlichen Gegner anpassen. Ansonsten liegt der Falsche auf der Matte. Taktisches Vorgehen sowie brutale Methoden sind für euer Überleben wichtig und machen den Reiz von Dark Sector aus.
Das die eher schwache Story da nicht mithalten kann, die recht gut gemachten Zwischensequenzen, jegliche Lippensynchronität vermissen lassen und die Rätsel eigentlich diesen Namen nicht verdienen. Stört indes gar nicht so stark wie vorerst vermutet wurde. Denn die packende Action und die schön gemachten Bosskämpfe, machen so einige Schwächen wieder wett.

Grafisch spielt Dark Sector in der oberen Liga mit, was vor allem durch die düstere Atmosphäre begünstigt wird. Die Areale in denen ihr euch bewegt sind sehr detailliert und strotzen nur so vor Zerstörung und schönen Partikeleffekten. Die Texturen sind im allgemeinen sehr scharf, in manchen Ecken gibt es aber auch Ausnahmen. Zerstörbare Deckungen, Einschusslöcher und schöne Granatexplosionen, erfreuen das effektverwöhnte Auge. Nicht zu verachten sind auch die grafischen Exzesse, die die Glaive auslöst, vor allem wenn sie gepaart mit Feuer, Eis oder Elektrizität zum Einsatz kommt. Die Brutalität von Dark Sector ergießt sich in einer menge Pixelblut, das vor allem durch die Combos und die Glaive ausgeteilt werden. Da fliegen dann schon mal Körperteile durch die Gegend oder hier und da geht einer in Flammen auf. Auch die sehr schönen Lichteffekte sowie Schatteneffekte geben ihr übriges zum düsteren Gesamteindruck dazu.
Das Charakterdesign kann man größtenteils als gelungen bezeichnen. Eure Spielfigur sieht nicht nur wie ein cooler Typ aus, er verhält sich grundsätzlich auch so. Seine Infektion kann man gut erkennen und die verhärtete Haut sieht irgendwie gut aus. Die Söldner sind eindeutig Osteuropäer, von denen es mehrere Typen gibt. Auch die abstrusen Gestalten, die Infizierten, sehen sehr überzeugend aus. Ich gehe mal davon aus, das denen niemand im dunklen begegnen möchte. Alles in allem sind diese sehr detailliert und vor allem gut in Szene gesetzt sowie animiert, gibt sich Dark Sector hier keine Blöße.

Der Sound, unterstreicht diese ganze düstere Stimmung in Dark Sector wirklich sehr gut. In manchen Kämpfen geht er zwar etwas unter, aber unpassend ist er keinesfalls. Vor allem die ganzen kleinen Details, die euch so manchmal ein Schaudern über den Rücken laufen lassen, erzeugen eine sehr bedrückende Stimmung. Zum Beispiel geht ihr durch ein altes Gebäude in dem es überall knarrt und manchmal seid ihr nicht der einzige, der diese Geräusche auslöst. Die Schreie der Gegner sind allerdings etwas zu abwechslungslos und wiederholen sich oft.

Abwechslungsreich ist hingegen der Multiplayer. In dem sich der Konflikt zwischen Hayden Tenno und den Söldnern wieder findet. Es gibt also zwei Seiten, die des Infizierten CIA Agenten und die der Söldner. Euch stehen 5 Maps zur Verfügung die mit bis zu 10 Leuten gefüllt werden können. Das Prinzip ist einfach, ein Spieler startet als Infizierter und die restlichen neun als Söldner. Als Infizierter ist es eure Aufgabe so viel wie möglich Söldner mit ins Grab zu nehmen und die Söldner wollen dich natürlich eliminieren. Wer schlussendlich Hayden besiegt, wird in der nächsten Runde selbst zum Infizierten und so dreht sich der Spieß um. Dabei sind die Waffen total verschieden. Als Söldner habt ihr euer Sturmgewehr oder eine Schrotflinte und ein paar Granaten, als Hayden habt ihr die Glaive, welche sich natürlich gerne mit den Elementen paart. Daraus entsteht im Endeffekt eine sehr schnelle Folge von brutalen Kämpfen die ordentlich Blut fliesen lassen.

Dark Sector Screenshots:



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