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Battalion Wars 2 Review [spielbericht] Plattform: WII | Games |DDA

Battalion Wars 2 Review

Testbericht - Seite 1/2 (weiter)

Review von Battalion Wars 2:

Ich als Wii-Spieler warte ja schon lange auf einen Battlefield-Klon für die innovative Konsole. Jetzt erfüllt Nintendo diesen Wunsch zu mindest teilweise, indem sie den Nachfolger des witzigen erstens Teils jetzt auf der Wii wiederbeleben. Bei dem Spiel handelt es sich um einen Ableger des Strategiespiels Advance Wars, das damals seinen Sprung vom Game Boy Advance auf den GameCube schaffte. Dabei verlor es allerdings seinen alten Strategieanteil, das heißt, man steuert seine Armee nun nicht mehr Runde für Runde und schaut ihnen nicht mehr nur beim Kämpfen zu. Damals konnte man schon beim ersten Teil auf dem Gamecube teilnehmen an den Gefechten der unterschiedlichen Armeen, die sich mit allem bekriegten, was sie zu bieten hatten und das natürlich längst in 3D und mit passender Third-Person-Perspektive.
Jedoch ging nicht alles von den strategischen Möglichkeiten verloren, die nun zu einem Actionspiel umgewandelt wurden. Denn es ließen sich immer noch komplette Verbände steuern. Das heißt, man konnte alle Einheiten einzeln steuern und trotzdem genauso alle zusammen kommandieren. Dieses Prinzip hat sich auch der zweite Teil bewahrt.
Schwächen wie Fehlen des Mehrspielers, keine Spielmöglichkeiten außer der Kampagne und eine etwas enttäuschend schwache Steuerung ließen den ersten Teil für die meisten wie auch mich zurecht einfach uninteressant erscheinen. Doch der zweite Teil verspricht Besserung, vor allem da er auf der Wii exklusiv erscheint und da er verspricht ihre besondern Möglichkeiten zu nutzen. Sehen wir uns einmal an, was der Titel so alles von dem einhält, was er verspricht.

Das Spiel konnte mich nicht überzeugen. Ich ging vom einen davon aus, ein Strategiespiel zu bekommen, in dem ich Einheiten beliebig auf dem Schlachtfeld umherschicken kann und auch zumindest entscheiden kann, welche ich nachproduziere. Zum anderen dachte ich, dass das Spiel mit genug Actionelementen ausgestattet wäre, wie einer großartigen Kontrolle der jeweiligen Einheiten. Doch ich kann zusehen, wie meine Einheiten den Feind angreifen, kann zwar zielen aber genauso gut einfach automatisch zielen lassen, habe wenig Möglichkeiten oder Taktiken und somit ist das Spiel einfach zu simpel. Auch unlogisch ist, dass das Stein-Schere-Papier-Prinzip zu einfach gehalten wurde. Normal hätte ich es gefunden, wenn meine raketenwerfertragenden Infanteristen, also schwere herumlaufende Truppen, es schwer haben Helikopter zu treffen, aber man kann doch nicht sagen, dass eine Rakete und die dazugehörige Explosion keine anderen Fußeinheiten verletzten könnte, wie es in diesem Spiel aber der Fall ist. Diese Einheiten können wirklich nur Bodenfahrzeuge zerstören und meine Luftabwehrinfanteristen sind auch völlig wehrlos gegen jede Bodentruppe. Jede Einheit muss extra angewählt werden um eine andere anzugreifen und ist bei allem anderen so wehrlos, dass man mit ihr zurückweichen muss. Wir dumm ist das denn?
Ich laufe durch die Karte, sehe einen Heli, wechsele zu meinen Luftabwehrschützen, lasse sie feuern, brauche nicht zielen. Die Helis sind zerstört. Ich sehe zwei leichte Panzer anrollen, ich stelle meine Luftabwehr zurück (oder besser, ich bin gezwungen sie flüchten zu lassen) und lasse meine Raketenwerfer (wahlweise auch Bomber oder eigene Panzer) die Arbeit übernehmen. Ich muss immer nur die richtige Einheit anwählen und den Angriff betätigen, das ist ziemlich langweilig.



Die Handlung spielt fernab der realen Welt. Und doch setzt sie nicht auf vergangene oder futuristische Fahrzeuge oder Gerätschaften. Alles sieht der Erde sehr ähnlich, ist jedoch erfunden. Erfundene Szenarien gehören deshalb zwar auch dazu, jedoch sind Ähnlichkeiten zu einigen Völkern und deren Eigenheiten wie den Briten oder Japanern hier und da zu erkennen.
Man erwartet ja allgemein nicht so viel von der Wii. Nun habe ich auch keinen hochauflösenden Fernseher zum Spielen, aber trotzdem ist in diesem Spiel alles ganz ahnsehnlich, auch oder vielleicht gerade wegen dem Comic-Stil.

Die Steuerung ist durchweg in Ordnung. Das Wechseln der Einheiten klappt wunderbar, jedoch hätte ich mir durchaus mehr Befehle für die einzelnen Verbände gewünscht. Man kann die eigenen Einheiten zwar zum Stoppen, Folgen, Angreifen, Einnehmen und Verteidigen befehligen, allerdings auch nicht mehr, so hätte ich mir eine direkte Standortplatzierung gewünscht oder eine Gesinnung für die Einheiten, die so immer erst angreifen, wenn sie angegriffen werden. Die strategischen Elemente kommen zu kurz, die Action kann nicht überzeugen.
Die Soldaten können in einer einzigen Geschwindigkeit laufen, springen und ausweichen, was spaßig ist und durch Bewegung der Wii-Fernbedienung funktioniert. Die Fahrzeuge lassen sich ausschließlich per Analog-Stick steuern und das Zielen geht hier genau wie bei den Infanteristen per Zielen auf den Bildschirm mit der Wii-Fernbedienung gut von der Hand. Eine automatische Zielerfassung gibt es ebenfalls, weshalb das sinnlose Herumzielen in die Gegend stellenweise etwas dumm erscheint. Am interessantesten ist ohne Zweifel die Flugzeugsteuerung. Der Analog-Stick fungiert als Gaspedal und die Fernbedienung wird zum Drehen beim Zeigen auf den Bildschirm geneigt. Die Helis wiederum werden analog gesteuert und mit der Wii-Fernbedienung in ihrer Höhe zum Boden verändert und natürlich wird anders als bei den Flugzeugen hier auch wieder gezielt. Die Marineeinheiten machen keinen Unterschied zu den Fahrzeugen.

Der Mutliplayer ist die wahrscheinlich spannendste Angelegenheit des Spiels, denn man will wahrscheinlich auch einmal was anderes machen als andauernd die Kampagne durch zu spielen. Einen Schlachtenmodus gibt es im Einzelspielermodus ja leider nicht.
Das Spiel unterstützt Kooperations-Missionen, die ihr noch nicht aus dem Einzelspieler kennt und wo ihr mit einem Freund eurer Freundesliste im Team online kämpfen könnt. Außerdem gibt es Gefechte mit gewissen Truppenkontingenten, wo ihr in einer bestimmten Zeit das meiste vom menschlichen Gegner besiegen müsst und außerdem noch einen Basis-Verteidigungs- und Erstürmungsmodus, bei dem ihr Gebäude halten oder einnehmen müsst. In solchen Matches wäre einen Chat nett gewesen, leider bleibt die Möglichkeit per Headset oder Ähnlichem miteinander zu sprechen aus. Immerhin habe ich den Weg gefunden, einfach mit einem Headset und dazu laufendem PC mit meinem Kontrahenten reden zu können, da die Wii in der Nähe ist. Es gibt durch die Tasten 1 und 2 zwar auch die Möglichkeit dem Mitspieler Ziele zum Angreifen oder Verteidigen zuzuweisen, der diese dann annehmen oder ablehnen kann, doch trotzdem ist das einfach zu wenig.

Battalion Wars 2 Screenshots:



Fazit und Wertung:

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