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Army of Two Review [spielbericht] Plattform: PS3 | Games |DDA

Army of Two Review

Testbericht - Seite 1/2 (weiter)

Review von Army of Two:

EAs neuester Spross versucht sich in der Welt der Koop-Spiele, ein Genre das sich zunehmender Beliebtheit erfreut. Als Mitglieder der amerikanischen Streitkräfte habt ihr die Schnauze gestrichen voll. Von sinnlosen Aufträgen, hirnrissigen Befehlen und dem ganzen Mist der euch widerfährt. Doch genau auf einer dieser Missionen wendet sich euer Schicksal. Das Zeitalter der privatisierten Armeen ist angebrochen. Zwei Mann gegen den Rest der Welt, werdet ihr bestehen?

In Army of Two, spielt ihr einen der beiden Ex Militärs, nun Söldner, Elliot Salem oder Tyson Rios. Die beiden haben schon so einiges zusammen durchgemacht, das sieht man ihnen auch an, vor allem Rios. Sie haben die Streitkräfte verlassen um bei der SSC (Strategy & Security Company) eine Karriere zu beginnen. Mittlerweile sind sie schon ein paar Jahre im Geschäft und der Job gefällt ihnen richtig gut.
Am 11. September geschieht eine Katastrophe und natürlich werdet auch ihr wieder eingespannt. Euer Auftrag ist es in Afghanistan eine alte russische Raketenbasis zu stürmen um die dort lagernden Mittelstrecken Raketen auszuschalten. Der Kampf beginnt!

Habt ihr euch einen der beiden Charaktere ausgewählt, kann’s losgehen. Ihr beginnt mit dem Tutorial, bei dem ihr so ziemlich alle Kniffe beigebracht bekommt. Auch aus taktischer Sicht sehr hilfreich, während des Spielverlaufs wird allerdings jeder seinen eigenen Stil entwickeln.
Eure erste Mission in Somalia steht allerdings noch unter der Schirmherrschaft des US-Militärs. Ihr sollt einem Söldner der SSC dabei helfen, einen gesuchten Terroristen auszuschalten, notfalls selbst Hand anlegen. Dabei schließt ihr im wahrsten Sinne des Wortes innige Freundschaft mit dem SSC Söldner Philipp Clyde. Nach dieser Einführungsrunde in Somalia, winken euch die richtigen Aufgaben. Es gibt 6 Hauptmissionen an verschiedenen Orten auf der ganzen Welt. Dabei besucht ihr Somalia, Afghanistan, Irak, die USS Constellation und Miami. Für Abwechslung in der Optik der Schlachtfelder ist also schon mal gesorgt. Dabei dauert jeder dieser Missionen etwa ein bis anderthalb Stunden, je nach eurem Vorgehen.
Die Story ist recht linear und voller Klischees, die bösen Schurkenstaaten dürfen wieder für alles hinhalten. Im Grunde spielt ihr eigentlich einen Dolph Lundgren Actionfilm aus dem 20. Jahrhundert. Na ja, ganz so schlimm ist es auch wieder nicht, vor allem die Zwischensequenzen zu jeder Mission sind sehr schön und vor allem cool inszeniert.
Jedenfalls bekommt ihr andauernd neue Aufgaben zugewiesen, so soll eine Art dynamischer Verlauf der Geschichte erzeugt werden. Was nicht immer geschieht, teils sind einfach zu viele Dinge zu vorhersehbar. Jedoch schmälert das nicht die Action, die teilweise sehr erdrückend wirkt. Im Grunde aber rennt ihr nur von einem Ziel zum nächsten, wie auf Schienen. Nehmt dort und da noch ein paar Bonusziele mit und erledigt schließlich den Endgegner. Abwechslung sorgt dabei der Einsatz eines Paragliding-Schirms oder das fahren mit dem Hovercraft. Jedoch kommen diese nicht wirklich häufig vor, so dass ihr schnell wieder in den alten Trott fallt.



Im Kampf gegen den Terrorismus setzt ihr alles ein, was ihr habt. Da hilft nicht nur pure Muskelkraft, da muss man manchmal auch nachdenken. Öfters kann man auch einfach vorrennen, mit seinem Kollegen zusammen, jedoch kann das auch ganz schnell bestraft werden. Ihr solltet also die vom Spiel gebotenen Fähigkeiten eures Partners und die euren nutzen, um möglichst effektiv zu sein. Ihr trefft in Army of Two auf viele verschiedene Gegner, ob nun Terroristen oder chinesisches Militär. Jeder von ihnen ist gut ausgestattet und ausgebildet. Da gibt es Selbstmordattentäter sowie Raketenwerfer-Truppen. So ziemlich jede Waffengattung ist vertreten. Dabei ist die KI stellenweise recht fordernd und aggressiv. Denn eure Feinde überspringen Deckungen, nutzen diese und verschanzen sich genauso gut, wie ihr es könnt. Auch vor dem Nahkampf zeigen sie keine Scheu und Granaten werfen scheint durchaus Spaß zu machen. Doch auch die KI hat ihre Schattenseiten, das kommt vor allem im niedrigsten Schwierigkeitsgrad zum tragen. Zu empfehlen ist daher das Spielen im Veteranen-Schwierigkeitsgrad. Zurück zur KI, manchmal scheint diese blind an euch vorbeizulaufen. Oft reagieren diese auch sehr vorhersehbar und ihr braucht dann teilweise nur drauf zu warten, dass diese den Kopf rausstrecken.

Doch was die KI kann, das könnt ihr schon lange. Die Steuerung von Army of Two, ist sehr simpel und intuitiv gehalten, was euch in stressigen Situationen zu Hilfe kommt. Im Grunde ist es eine ganz normale Shooter-Steuerung. Mit dem Linken Stick, bewegt man sich in die entsprechende Richtung, mit einem Druck auf diesen duckt ihr euch. Der rechte steuert derweilen euer Fadenkreuz, die Schultertasten sind zum zielen und schießen da. Während man mit Rechteck(oder Schütteln des Controllers) nachlädt. Mit X betätigt ihr Schalter und so weiter, während ihr mit Dreieck auf Deckungen zurutscht oder über sie springt. Die oberen Schultertasten dienen dabei links der Waffenwahl und rechts dem Interagieren mit dem KI Kollegen. Das Steuerkreuz ist dabei der Steuerung eures KI Kumpanen zugewiesen. Ihr habt drei verschiedene Befehle, die ihr sehr strategisch einsetzen solltet. Links das Sammeln, euer Kollege folgt euch oder kommt zu eurer Position. Oben das Vorrücken, Angriff ist die beste Verteidigung. Rechts Position halten, euer Partner verschanzt sich und gibt dir Deckung. Unten, könnt ihr ein Fenster mit der Helmkamera von der Partner KI anzeigen lassen. In Army of Two, ist zudem ein RPG Element eingeflossen, was fast jeder kennen sollte, Aggro. Dieses Element unterstützt eure Taktiken sehr gut und man sollte stets davon Nutzen tragen. Ihr habt also für die drei Befehle, je einen Passiven(Blau) und einen Aggressiven(Rot) Modus. Wollt ihr also die Aufmerksamkeit von euch abziehen, setzt den roten Aggressiven Modus ein. So könnt ihr mit Position halten die ganze Aufmerksamkeit der Gegner auf euren Kollegen ziehen. Während ihr fast unsichtbar um diese laufen könnt um sie auszuschalten. Dein Partner, kann sich allerdings auch recht gut im Tarnmodus bewegen, falls es euch eher gefällt die Aggro-Rolle zu übernehmen. Ihr könnt also sehr flexibel handeln und seit somit auf jede Situation vorbereitet. Falls es euch dann doch mal erwischt, ist das kein Beinbruch. Euer Kollege eilt euch zu Hilfe, sobald ihr Sammeln auswählt. Er zieht euch dabei erst in Deckung, während ihr ruhig weiterschießen könnt und verarztet euch dann. Auch eurer KI Teamkollege kann sterben, damit es gar nicht erst soweit kommt, solltet ihr die Lebensanzeige, oben Rechts im HUD, im Auge behalten. Notfalls empfiehlt es sich, ihn erstmal in den passiven Positionsmodus zu schicken.
Im Großen und Ganzen meistert euerer Kamerad die Aufgaben sehr gut. Hier und da kommen ein paar kleine Patzer zum Vorschein, aber die sind nicht weiter tragisch. Vorallem, die teambasierten Aktionen wie das Rücken an Rücken Gemetzel. Das freundschaftliche Öffnen von Türen und das überwinden von Hinternissen mittels Räuberleiter, baut ein sehr kameradschaftliches Flair auf. Ihr könnt eure Gefühle eurem Kameraden auch zeigen. Geht zu ihm und drückt X um mit ihm einzuschlagen oder abzurocken. Während ihr mit R2 ihm eine scheuert oder ihm auch mal eine Kopfnuss verpasst, aber Vorsicht, er lässt sich nicht alles gefallen.

Ein weiterer Aspekt in Army of Two ist der Waffenshop. Mit dem Bestehen von Missionen und dem Erfüllen von Zielen, verdient ihr natürlich kräftig Kohle. Diese könnt ihr dann gleich wieder in Ausrüstung umsetzen. Dabei stehen euch 3 Typen zur Auswahl. Die Primärwaffen bestehen zumeist aus (Sturm)Gewehren und leichten Maschinengewehren oder auch Schrotflinten, während die Sekundärwaffen aus Pistolen und Maschinenpistolen bestehen. Die Spezialwaffen bieten euch eine Auswahl aus Scharfschützengewehren und Raketenwerfern. Fast jede dieser Waffen kann aufgerüstet werden! Da gibt es teilweise eine große Auswahl an Gimmicks. Verbesserung, des Laufs, des Kolben oder Erweiterung des Magazins sowie Schalldämpfer sind keine Seltenheit. Auch Schilder oder Granatwerfer, ja sogar Schrotflinten kann man an manche Waffen anbauen. Sein Geld wird man also gut wieder los, man sollte es aber auch investieren. Denn die Gegner werden auch zunehmend stärker, das kann man nur mit größeren Waffen wieder wettmachen. Man sollte sich aber passend auf seine Rolle bewaffnen. Ist man eher der Aggro-Typ, dann also was großes mit einem dicken Magazin. Während der Tarn-Typ doch lieber zu einem kleinen und präzisem Gewehr greift. Es gibt auch Panzer-Upgrades, welche die Körperpanzerung verbessern. Diese schaltet ihr jedoch während des Kampfes frei und müssen nicht gekauft werden. Ihr könnt euch aber auch noch eine neue Maske holen, die euch vielleicht besser gefällt.

Auch Optisch bietet Army of Two so einiges. Die Grafik ist stellenweise recht beeindruckend und wartet mit vielen Details auf. Gebäude sehen von außen wie von innen sehr schön aus. Die Texturen, sind manchmal zwar etwas verschwommen oder werden etwas zu spät gestreamt, sind dennoch schön anzusehen. In Army of Two kommt die Unreal 3 Engine zum Einsatz, was man vor allem an der coolen Optik eurer Charaktere sieht. Auch die KI Gegner, Fahrzeuge und Effekte, sind gut gestaltet und passen ins Bild. Manchmal sieht man Unterschiede in den Levels, während der Flugzeugträger einfach nur richtig geil aussieht, kommen einen bestimmte Areale in Somalia oder im Irak, irgendwie richtig billig vor. Die teils beeindruckende Grafik, ist also nicht beständig in dem Spielverlauf vertreten. Kantenflimmern und Tearing halten sich in Grenzen. Genial, sind dagegen die wunderbar inszenierten Zwischensequenzen, ein optischer Leckerbissen. Jedoch möchte ich wieder darauf hinweisen, dass das Spielen auf einem Röhren TV zu Einschränkungen führen kann. Bedingt durch die niedrige Auflösung, dem Kontrastverlust sowie der Abnahme der Gesamtschärfe gegenüber einem Hochauflösenden Flachbildschirm/TV.

Soundtechnisch, patzt Army of Two eigentlich selten. Manchmal sind die Lippenbewegungen zum Sound nicht ganz synchron oder die Gegner schreien ständig das gleiche. Im ganzen gesehen, passt aber alles zueinander. Auch die deutsche Synchro weiß zu überzeugen und die Stimmen passen auch zu Rios und Salem. Vor allem, die teils sehr witzigen Kommentare und Unterhaltungen zwischen den beiden, lockern das ganze auf. Der rockige Soundtrack unterstützt das Flair in Army of Two sehr passend. Auch die Waffensounds, Umgebungsgeräusche sowie Explosionen bieten einen satten Klang und lassen einem auch mal ein Grinsen über die Wangen gleiten.

Genauso gut geht es im Multiplayer weiter. Army of Two, bietet eine große Facette an Multiplayer-Modi. Dabei gibt es alleine schon 3 Möglichkeiten, Army of Two im Koop zu bestreiten. Während ihr im Splitscreen auf einer Konsole zusammenspielen könnt, habt ihr zudem die Möglichkeit, im LAN sowie im Internet auf zwei Konsolen miteinander zu daddeln. Euch steht es jedoch auch frei, im Internet mit jemand wildfremden zu Spielen, durch den öffentlichen Koop.
Im Duell Modus, könnt ihr euch dann weiteren Aufgaben stellen. Ihr spielt dabei immer in einem Team mit einem Freund(aus der Freundesliste im PSN) oder jemanden der gerade da ist. Dabei steht euch immer ein Gegnerteam gegenüber, das ist aber noch nicht alles. In den verschiedenen Modi müsst ihr auch KI-Gegnermassen aufhalten, um eure Missionsziele zu erfüllen. In den Modi Warzone, Bounties und Extraction habt ihr verschieden Aufgaben zu bewältigen. Während ihr in Bounties als Kopfgeldjäger agiert und so bestimmte Gegner ausschalten müsst, wendet sich das Blatt in Extraction, denn dort müsst ihr die Zielperson vor den Kopfgeldjägern schützen. Warzone, bietet darüber hinaus einen Mix dieser Aufgaben. Ihr spielt jedoch immer gegen das andere Team, gewinnen wird am Ende der, der die meiste Kohle vorzuweisen hat. Leider stehen nur 4 Karten zur Verfügung, jedoch sind diese sehr detailliert und abwechslungsreich. Der Multiplayer kann den Spielspaß mit Army of Two also noch sehr viel weiter tragen, als es vielleicht der Singleplayer alleine kann.

Army of Two Screenshots:



Fazit und Wertung:

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