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Uncharted: Drakes Schicksal Review [spielbericht] Plattform: PS3 | Games |DDA

Uncharted: Drakes Schicksal Review

Testbericht - Seite 1/2 (weiter)

Review von Uncharted: Drakes Schicksal:

Mit Uncharted: Drakes Schicksal will uns das Studio Naughty Dog beweisen, dass es nicht nur mit lustigen Jumpn Runs wie Jak & Daxter glänzen kann. Dabei erschufen sie zugleich das wohl grafisch schönste Spiel das man derzeit auf einer Konsole erleben kann. Ob Uncharted es schafft, nicht nur das Auge zu erfreuen, sondern auch eine packende und spannende Geschichte zu erzählen, werden wir mit diesem Review herausfinden!

Nathan Drake, ein junger Abenteurer und Schatzsucher, der glaubt, in einer Blutslinie mit dem großen englischen Freibeuter Sir Francis Drake zu stehen, ist davon überzeugt, das Sir Francis Drake Eldorado gefunden hatte. Eine Stadt, die auch die Goldene Stadt genannt wird. Durch einen Ring, der von Sir Francis Drake persönlich stammen soll, erfuhr er die Koordinaten seines Sarges. Doch das ganze hatte einen Haken, er brauchte Geld um die Suche und die Bergung des Sarges, zu finanzieren. Damit holte er sich die junge Reporterin Elena mit an Board. Es sollte so laufen: Sie bekommt ihre Story und er den Sarg. Alles schien wie am Schnürchen zu laufen, Nathan fand den Sarg an genau den Koordinaten des Ringes und konnte ihn bergen. Voller Vorfreude zückte Elena ihre Kamera, doch im Sarg war etwas anderes als sie erwartet hatte. Nathan wusste allerdings, dass das nicht die letzte Ruhestätte des Sir Francis Drake war. Ein kleiner Streit entbrennt, denn Nathan hatte zwar gekriegt was er wollte, aber Elena nicht. Als Nathan dann auch noch sagte, dass sie lieber verschwinden sollten, da sich in dem Gebiet gerne Piraten aufhielten, war es schon zu spät, ihr Schiff wurde angegriffen und jetzt kommt ihr an den Drücker.

Das schön inszenierte Intro, wird zu einem Alptraum in dem auf einmal ihr das Steuer übernehmt und die Piraten abwehren müsst. Das Abenteuer nimmt seinen Anfang. Es wird dabei immer gefährlicher und es kommen immer mehr ungebetene Gäste hinzu. Aber ihr steht nicht alleine da, euer alter Freund Sullie hilft euch, wo er nur kann. Die lästige Reporterin mausert sich später zu Lebensretterin und zusammen werdet ihr so manche Aufgabe bewältigen müssen. Nach und nach werden immer mehr Details um den Schatz von Eldorado bekannt, und am Ende wisst ihr mehr als ihr vielleicht wolltet. Die Geschichte nimmt einige komische Wendungen und bleibt bis zum Schluss spannend, wobei sie am Ende etwas abflaut. Doch eines steht fest, Uncharted fesselt einen über die ganze Spielzeit hinweg und nicht selten, fällt das Kinn bis zum Fußboden. Dabei wird die Geschichte in einer wirklich menschlichen und lustigen Atmosphäre erzählt, wie man sie nur aus guten Kinofilmen kennt. Die Zwischensequenzen, entpuppen sich als kleine Meisterwerke und die humorreiche Umsetzung, lässt einen des Öfteren ein schmunzeln über die Wangen gleiten. Während das Uncharted sich als waschechtes Action- Adventure entpuppt, fallen einem Parallelen mit Indiana Jones oder auch Lara Croft auf.



Wie in jedem guten Action Adventure, steuert ihr Nathan Drake von der 3rd Person Ansicht. Was natürlich sehr der Übersichtlichkeit zuträgt und ihr auch so eure nächsten Ziele aus der Deckung heraus suchen könnt. Denn Deckung ist alles in diesem Spiel. Wenn ihr zu viel einsteckt, wird euch ganz schwarz vor Augen und alles wird langsam Schwarz und Weiß, kurzum Kopf runter und warten bis ihr euch erholt habt. Denn man stirbt schneller als man vielleicht denkt und auch die Gegner wissen was sie zu tun haben. Die gut inszenierten Feuergefechte, die meistens mehrere nicht zu unterschätzende Wellen von Gegnern an die Front werfen, werden nicht selten zu eurem Grab, wenn ihr nicht öfters in Deckung springt. Denn die KI der Gegner, weiß durchaus wie sie euch am besten den Garaus macht. Man kann die KI getrost als fordernd bis teilweise schwer einschätzen. Dazu gibt es noch mehrere Gegnergruppen. Jede verhält sich anders im Gefecht und ist auch unterschiedlich ausgerüstet. Der normale Pistolen- oder Maschinenpistolen-Soldat, sucht eher die Deckung und feuert hinter allem hervor, was er findet. Nicht selten werfen sie sich auch mal hinter einer Deckung hervor, schießen und verschwinden wieder hinter dieser. Sie versuchen aber auch gerne mal, euch über die Flanke aufs Korn zu nehmen und springen daher von Deckung zu Deckung. Ihr solltet also grundsätzlich immer versuchen, einen gewissen Abstand zum Feind aufzubauen. Was bei den Typen mit Schrotflinten gar nicht so einfach ist. Denn diese Rambos laufen wild schreiend auf euch zu und sind dabei hart im nehmen. Wenn ihr also nicht als Müsli enden wollt, solltet ihr euch auch immer erst die härtesten Gegner aussuchen. Dann habt ihr es noch mit Laserpointer bewaffneten Heckenschützen zu tun oder auch mit Typen, die einen Granatwerfer haben. Da die Deckung euer bester Freund ist, versuchen die Gegner euch hinter genau dieser hervor zu locken. Dann wird’s ganz fies, mit Granaten gehen diese Söldner auch nicht gerade zimperlich um. Doch, wenn ihr die Absicht der Gegner früh genug entdeckt, könnt ihr dem gut entgegen wirken. Denn die Gegner haben vielerlei Trefferzonen am ganzen Körper. So könnt ihr einem Feind, der gerade eine Granate zückt, diese aus der Hand schießen oder ihm in den Oberkörper treffen, damit er sie fallen lässt. Wobei dieser dann selbst aus seiner Deckung gesprengt wird, was mit unter wirklich lustig sein kann. Oder ihr nehmt einfach selbst die Schrotflinte auf und spielt Rambo. Dabei solltet ihr immer alle Waffen einsetzen, die ihr habt. Wobei es teilweise relativ knapp werden kann mit der Munition. Manchmal empfiehlt es sich, noch mal kurz ein stück zurückzulaufen, um sich wieder aufzumunitionieren. Ihr könnt euch in Uncharted, mit einer Haupt- und einer Zweitwaffe ausrüsten. Auch die Gegner sind keine starrenden Monster sondern wie jeder echte Soldat, besitzen sie meist nur eine Waffe oder mal ein Gewehr und eine Pistole. Zu dem könnt ihr noch 4 Granaten mit euch führen, die ihr mittels Neigen des Controllers punktgenau vor die Füße eures Gegners legen könnt. Das funktioniert auch ganz wunderbar. Wie das in Deckung gehen, wo ihr jederzeit über diese hervorspringen könnt. Wenn man die Deckung zerschossen werden kann, stellt das auch kein Problem dar. Ihr springt oder hechtet einfach zur Nächsten. Auch das Umlaufen einer Deckung, sowie das zielen aus dieser heraus, ist wirklich einfach zu steuern.

Genauso einfach aber erfrischend abwechslungsreich, sind die zahlreichen Klettereinlagen, die ihr in Uncharted bewältigen müsst. Nicht selten, trefft ihr dabei auf wunderschöne oder auch gespenstische Orte. Wobei das Klettern, sowie das rechtzeitige springen von Vorsprung zu Vorsprung oder zu irgendwelchen Kanten, teilweise auch sehr viel Geschick benötigt. Im Großen und Ganzen bewegt sich aber der sehr sportliche Nathan Drake flüssig und sehr gut inszeniert durch allerlei Höhlen, Ruinen und an Felswänden entlang. Auch das Hangeln entlang von Kanten oder das hin und her schwingen mit Hilfe von Lianen, macht sehr viel Spaß. Man denkt sich des Öfteren: „Verdammt, das würde ich auch gerne können!“. So genial sieht es aus, wenn sich Nathan an einer Steilwand von Griffmulde zu Griffmulde wirft. Es gibt aber auch mal Zwischensequenzen in denen ihr, bestimmte Tastenkombinationen ausführen müsst um ans Ziel zu gelangen. Wer sich dabei gerade mit offenem Mund auf das Video schaut und die vergisst die Tasten zu drücken, muss nicht gleich traurig sein, die Aufsetzpunkte und das Automatische Speichern sind sehr gut umgesetzt. Wenn ihr also mal den Sprung zum nächsten Vorsprung falsch eingeschätzt habt, fangt ihr nicht sonst wo wieder an, sondern das Ganze bleibt fair. Manchmal, übersieht man auch einfach einen offensichtlichen Weg, was aber nicht gleich zu Frust führt. Denn irgendwie erwischt man sich gerne mal dabei, herum zu springen und auszuprobieren ob man dort hoch kommt. Die einfache und durchdachte Steuerung, hilft einem des Öfteren aus der Patsche. Ihr müsst auch gelegentlich mal ein Rätsel lösen. Was aber mit Hilfe des Tagebuches von Sir Francis Drake kein Problem darstellt. Allgemein, kann man den Schwierigkeitsgrad als einfach werten. Wobei die Feuergefechte, manchmal schon etwas ausarten und etwas Frust erzeugen können. Doch, man wird regelmäßig entschädigt. Man gewöhnt sich auch sehr schnell an die ganzen Abläufe im Spiel. Was zwar irgendwie eintönig klingt aber ganz sicher nicht ist, denn Uncharted weiß zu unterhalten und vor allem zu beeindrucken!

Was vor allem, bei den genialen Insel Landschaften nicht schwer fällt. Des Öfteren, sieht man dort Dinge und Plätze wo einem kurzzeitig die Luft weg bleibt. Die Grafik, beeindruckt durch ihre genialen Aussichten, zum Beispiel an der Festung. Die unglaubliche fülle an Details, zum Beispiel in der versunkenen Stadt. Der genial inszenierten Areale, an den Stromschnellen zum Beispiel. Alles sieht so echt aus und wie aus dem Leben selbst. Die Moos bewachsenen Ruinen, die dichten Wälder mit ihren ganzen Sträuchern. Die alte Piratenfestung mit ihren Schießscharten. Schade eigentlich, dass Nathan keine Digitalkamera dabei hat. Dabei, sehen die Charaktere selbst natürlich auch sehr gut aus. Die drei Hauptcharaktere, haben jede ihren ganz individuellen Stil und Charme. Nathan, mit seinem verschwitztem Shirt und den alten Jeans. Genau hier, sieht man auch wieder die Detailverliebtheit von Naughty Dog, denn das Shirt wirft je nach Bewegung realistische falten. Dann zieht sich zum Beispiel auch die Kleidung nach und nach mit Wasser voll, wenn man in einem Fluss steht. Danach, trocknet diese natürlich auch wieder nach und nach ab. Details, die einem vielleicht gar nicht gleich auffallen aber dennoch irgendwie das Spielgefühl steigern. Auch der alte Sullie mit seiner Zigarre im Mund und dem Hawaiihemd, hat immer einen Spruch auf den Lippen. Die energische Reporterin Elena, die immer ihre Kamera in der Hand hat und unentwegt damit filmt. Alles passt irgendwie. Das trifft auch auf die Animationen aller Beteiligter zu. Die Gegner hechten sich genauso gekonnt von Deckung zu Deckung, wie ihr. Bäume knicken bei MG Salven um und die Gefährte, mit denen ihr euch vereinzelt durch das Dickicht kämpft, fallen auch recht spektakulär auseinander. Bei schnellem Drehen der Ansicht, wird eine Tiefenunschärfe immer stärker und erzeugt somit ein realistisches Gefühl von Schnelligkeit. Auch die Explosionen, überzeugen durch ihre Pracht, die Rauchwolke überzeugt vor allem durch ihr Volumen. Leider sieht man auch manchmal, dass Texturen noch nicht ganz fertig geladen wurden oder es ist ein kleines Tearing dieser zu beobachten. Am Ende noch der alte Rat, dieses Spiel sieht wunderschön auf einem HD TV aus. Auf einer Röhre, kann es zu Einschränkungen kommen. Denn es fehlt an Schärfe, Auflösung und es tritt Kantenflimmern auf.

Dabei kann sich die Synchronisation sehen lassen. Mit viel Humor und auch coolen Sprüchen diskutieren, streiten und schreien sich die Helden durch das Abenteuer. Eben wie ein guter Kinofilm. Hier überzeugt einen auch die Deutsche Synchronisation, was heutzutage leider nicht selbstverständlich ist. Euch werden die Charaktere auf jedenfall ans Herz wachsen.

Uncharted: Drakes Schicksal Screenshots:



Fazit und Wertung:

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