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Avencast - Rise of the Mage Review [spielbericht] Plattform: PC | Games |DDA

Avencast - Rise of the Mage Review

Testbericht - Seite 1/2 (weiter)

Review von Avencast - Rise of the Mage:

Avencast ist ein Actionrollenspiel. Doch kommen wir erst einmal zur Story des Spiels. Die Geschichte wird wunderbar erzählt. Die Zwischensequenzen bestehen aus schönen Zeichnungen, guter Musik und wie auch im restlichen Spiel zu hören aus stimmungsvollen Sprechern. Damit kann das Spiel schon einmal gut in Sachen Atmosphäre und Handlung punkten. Man muss leider zugeben, dass dies in vielen anderen Rollenspielen zu kurz kommt. Zwar hat man hier bei Gesprächen nicht wirklich viel Einfluss auf die Handlung, aber zumindest wird alles gesprochen und man kann in der Geschichte versinken. Gute Sounds, wie Geistergeheule geben ihr Übriges zur Atmosphäre.
Man ist ein begabter Zauberlehrling, der seinen alten Stiefvater verlässt, um auf die Akademie der hohen Zauberkünste Avencast zu gehen. Hier wird man erst einmal in das gesamte Spiel eingewiesen, was auch gut klappt. Danach muss man einige Prüfungen abschließen, um weiter zu kommen, weshalb das Spiel auch manchmal leicht mit Harry-Potter-Spielen verwechselt werden kann.

Actionrollenspiel, aber in wiefern?
Heutzutage gibt es einiges an Rollenspielen. Für mich persönlich ist die Zeit des Herumklickens auf Gegner, um den eigenen Helden zum Angriff zu bewegen, schon längst veraltet und öde. Für mich ist daher ein Actionrollenspiel nur ein solches, das eine Steuerung aufweist, mit der ich selbst und hautnah, sozusagen live, genau agieren kann. Ich will selbst ausweichen, rollen, wie mit einem Gamepad steuern können. Dabei gibt es zwei Lösungen: Entweder Spiele wie TES 4: Oblivion, was sich ähnlich wie ein Shooter spielt und auch aus der Egoansicht gespielt werden kann oder die Variante, über die ich mich bei Avencast freuen durfte. Die Laufrichtung wird per WASD bestimmt und gedreht wird mit der Maus, per Klick wird attackiert. Die Steuerung ist besonders beim Einsatz von Magie sehr gut umgesetzt worden. So kann man nicht nur durch Drücken einer (oftmals zu weit entfernten Taste) einen Zauber auslösen, sondern notfalls auch direkt eine Tastenkombination mit Maus und Richtungstasten benutzen. Beispiel: Ein Gegner bewegt sich auf einen zu und man benutzt die Kombo rechts und hoch, jetzt ist der Einsatz aktiviert und man kann durch Drücken der rechten, bzw. linken Maustaste entweder eine bestimmte Fernkampfattacke oder einen Angriff auswählen, der in der Nähe wirkt. Das ist natürlich praktischer, weil man sich so schnell auf seinen Gegner anpassen kann. Leider gibt es keine Möglichkeit zu blocken oder zu springen, dafür kann man wenigsten ausweichen und rollen. Oft ist es auch zwingend notwendig vor Gegnerhorden zu flüchten, um sich wieder zu formieren und zurückschlagen zu lassen, aber dann sollte man stets noch auf die Ferngeschosse der Gegner achten.



Der Charakter kann natürlich mit einigem an Rüstung ausgestattet werden, so zum Beispiel: Armschienen, Ringe, Helme, Körperpanzer, Handschuhe und Waffen. Zauber lassen sich nach jedem Levelaufstieg dazu gewinnen bzw. weiterentwickeln. Es gibt die Blut- und die Seelenmagie. Es können bis zu 60 Fähigkeiten erforscht und erlernt werden.
Für Rollenspiele ist es normal, dass man sich häufig in Dungeons, also Höhlen und reichlich vielen Innenräumen herumtreibt. Leider treibt es das Spiel damit zu sehr auf die Spitze. Man hat zu wenige Außenareale. Innen gibt s dafür auch mal was Neues, wenn man Rätseln begegnet. Mal einfach und zur Aufheiterung, mal fordernd und schwer. Teilweise braucht man schon eine Weile, um sie zu verstehen, aber insgesamt bietet dies eine gelungene Erweiterung zu den Kämpfen.

Die Feinde erweisen sich meist als passable Gegner, aber Gelegentlich treten auch kleine Dummheiten auf. Andererseits treten einem dann auch Kreaturen gegenüber, die einfach zu viel aushalten können. Ich möchte nicht ständig diesen mittelstarken Skeletten begegnen, die nur mit der stärksten Attacke (in diesem Fall einer Plasmakugel) unter Beschuss von 22 Projektilen zu besiegen sind, was gar nicht so einfach ist, denn schließlich bewegen sich diese Teile noch. Zudem kommen andere Gegner hinzu, die Zauberenergie wird erschöpft und schließlich ist so ein Zauberstab nicht immer ein Schnellfeuergewehr. Daher kann es mit solchen Gegnern schon mal länger dauern. Man kann sich nicht einmal daran erfreuen, dass man endlich seinem Gegenüber Schaden zugefügt hat, denn bei einigen Attacken hat es den Anschein, als würde er überhaupt nichts bewirken, was durch fehlende Schadenanzeige (außer bei Levelendgegnern) noch verschlimmert wird. Teilweise fehlt mir daher auch die Abwechselung in den Kämpfen. Man braucht auf jeden Fall viel Geduld, auch wenn man den ersten Endboss besiegen will, der gleich zwei volle Lebensanzeigen aufweist und ständig nervige kleine Skelette erschafft. Zum Glück kann man jederzeit speichern. Zaubertränke sollte man auch lieber mitnehmen.

Das Spiel bietet eine einmalige Story, die durch nicht vorhandene Entscheidungsfreiheit einen vorgegeben Handlungsweg vorgibt, allerdings lassen sich viele Nebenziele jederzeit oder niemals nach Belieben erfüllen. Ein Mehrspieler, der das Spiel sicher um Einiges stärker gemacht hätte, fehlt leider.
Die Zauber sehen im Spiel sehr gut aus, haben schöne Farben und coole Animationen. Die Texturen und Level sind allerdings nicht besonders hervorstechend, also eher mager als genial. Man spielt aus der Ansicht der dritten Person hinter dem Charakter oder aus der Vogelperspektive, die ich der Übersicht halber eher empfehlen würde. Kombos und Zauber werden einem genauso angezeigt wie eine Übersichtskarte.

Avencast - Rise of the Mage Screenshots:



Fazit und Wertung:

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