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Crysis (Special Edition) Review [spielbericht] Plattform: PC | Games |DDA

Crysis (Special Edition) Review

Testbericht - Seite 1/2 (weiter)

Review von Crysis (Special Edition):

Am 15.11 war es endlich so weit. Mit Crysis erschien das wohl meist erwartete Spiel 2007. Seit Monaten raubten uns diverse Trailer den Atem. Allerdings trat bei vielen Spielern schon vor dem Release Ernüchterung auf, denn hohe Hardwareanforderungen werden bei solch einem Spiel wohl nicht zu umgehen sein. Ob das Versprechen der Entwickler, dass mit Crysis ein Spiel herauskommt, das nicht nur technisch, sondern auch spielerisch neue Maßstäbe setzt und trotzdem auf einem Mid-Rage System laufen wird, eingehalten wird, erfahrt ihr bei uns.

Sie und ihre drei Kameraden gehören zu einer Sondereinheit die einen Geheimeinsatz auf einer Insel durchführen soll. Ausgestattet sind sie mit dem wohl jedem bekannten Nanosuit. Das Szenario startet in einem Flugzeug. Ihr Auftrag ist, einige Forscher zu retten, die auf Anomalien gestoßen sind und Notsignale ausgesandt haben. Doch bereits beim Fallschirmsprung erwischt sie ein merkwürdiges Wesen, weshalb eine Bruchlandung nicht zu verhindern ist. Ihr Kollege Aztek hat jedoch nicht soviel Glück. Er und einige Koreaner wurden von dem unbekannten Wesen entstellt und getötet.
Nach dem Inselrundgang und Begegnungen mit einigem unfreundlichen Koreaner, stößt ihr Team auf ein gefrorenes Boot inmitten eines Waldes. Erstaunen ist also vorprogrammiert. Der Streit in ihrem Team wird von der ersten richtigen Begegnung mit einem Alien unterbrochen, der glatt ein weiteres Teammitglied entführt.
Nun gilt es die Forscher zu Retten und schlimmeres zu verhindern. Dabei treffen sie auf den Koreanischen Offizier Kyon, der glaubt, inmitten eines großen Felsens einige unerschöpfbare Energiequelle gefunden zu haben. Die Tochter eines Forschers warnt ihn zwar, kann ihn jedoch nicht davon abhalten, den Gang zu einem riesigen Alienkomplex freizulegen. Wie es sich für einen ordentlichen Ego-shooter gehört sind diese Aliens alles andere als friedliebend und vereisen glatt einen großen Teil der Insel.

Bereits nach wenigen Sekunden fällt uns eine Sache auf: Crysis sieht verdammt gut aus, läuft jedoch auch erwartet ruckelig. Doch dazu später mehr. Die Gesichter der Charaktere wirken Filmreif, beim Fallschirmsprung bekommen wir eine schöne Aussicht über das gesamte Level. Doch auch auf die Kleinigkeiten wurde geachtet. Unter Wasser können wir zum Beispiel kleine Fischschwärme beobachten. Die Oberflächen wirken dank Parallax Occlusion Mapping besonders mit DirektX 10 Effekten sehr plastisch. Die Lichteffekte, auch Lightbeams genannt, profitieren ebenfalls von DX10. So sind die Strahlen der Sonne noch schöner und intensiver als bei DX9. Für eine stimmige Atmosphäre sorgt ebenfalls das dynamische Tag-Nacht System, das vielen bereits aus der Demo bekannt sein wird. Schaurige Nächte, romantische Sonnenaufgänge und Lichtintensive Tage zogen uns wie nie zuvor in den Bann. Wer in den Wald läuft soll gewarnt sein. Eine derart dichte und detaillierte Vegetation, die schöner wirkt, als echte Wälder, sorgt schnell für Orientierungslosigkeit, so dass uns nur noch die Karte helfen kann.
Bewegungsunschärfe und „Dreck-mich-voll“ Effekte bei Explosionen bilden den Gegensatz zu sonst idyllischen Inseln und sorgen für viel Adrenalin bei Kämpfen. Um Abwechslung zu schaffen, muss der Spieler neben den sehr großen und freien Welten auch durch lineare Level, wie dem Alien Unterschlupf „Core“ gehen. Die durch Aliens vereisten Landschaften sind ebenfalls sehr schön anzuschauen.
Besonders sind außerdem die wohl realistischsten Physik Effekte, die wohl je in einem Spiel zum Einsatz kamen. Jeder Baum knickt exakt an der Stelle ab, an der wir in anschießen. Mit Granaten oder schwerem Gefährt kann man sämtliche Hütten dem Erdboden gleichmachen. Dies hat nicht nur ästhetischen, sondern auch taktischen Zweck. So lassen sich Gegner durch umfallende Bäume erschlagen, und Deckungen mutieren zu tödlichen Fallen. Dies ist auch nötig, da die Gegener taktisch klug handeln.
Um die Technik in einem Wort zu beschreiben: Umwerfend!
Umwerfend, jedoch in anderem Sinn sind außerdem die Hardwareanforderungen. So geriet Crysis in Verwendung mit einem Core 2Duo@3,1 Ghz, 2Gb Arbeitsspeicher und einer 7900 Gto bei geringsten Details und einer Auflösung von 1280*960 teilweise ganz schön ins ruckeln. Auffällig ist, dass das Level der Demo noch am flüssigsten lief. Mit einer 8800 Gts erreichten wir immerhin auf mittleren, teilweise hohen Einstellungen noch spielbare Werte. Eine 8800 Gt sorgt bei hohen Details für einigermaßen spielbare Werte, ist bei maximalen Details jedoch überfordert.
Kurios sind die im Internet erwähnten „extrem“ Details. Dabei soll es sich um eine durch Änderungen in der Konfigurationsdatei zusätzlich erhöhbare Grafikqualität handeln. Nutzbar sind diese momentan jedoch nur für wunderbare Screenshots.
Das Crysis Technisch auf sehr hohem Niveau ist, beweist außerdem die gute Soundqualität. Die Synchronsprecher klingen sehr professionell, auch wenn die deutsche Tonausgabe etwas unglaubwürdiger als die englische klingt. Zur Unterstützung der Atmosphäre dienen der ebenfalls sehr gelungene Soundtrack und die realistische Soundkulisse.



Wie erwartet bricht Crysis in punkto Grafik alle Rekorde. Zu einem guten Spiel gehört jedoch mehr als dies. Für ein tolles Spielgefühl soll der Nanosuit sorgen. Dieser hat vier Funktionen, die sich auf die Taktik auswirken. Standard Funktion ist der Panzerungsmodus, der dem Spieler zusätzliche Verteidigung in heiklen Situationen. Taktisch etwas anspruchsvoller ist der Tarnmodus. Je nach Bewegungsart verschwindet mal schneller und mal langsamer die Energie, sodass man sich von einer Deckung zur nächsten retten muss. Bei Abgabe von Schüssen wechselt der Tarnmodus praktischer Weise gleich in den Panzermodus. Wer es etwas brutaler mag wechselt in den Stärke Modus. Dieser sorgt für hohe Sprünge und eine bessere Feuerkraft. Zudem kann jeder, dem einmal die Munition ausgeht, die Gegner mit schweren Kisten zur Strecke bringen. Einziger Nachteil des Stärkemodus ist die hohe Verwundbarkeit. Wem das Spielgeschehen zu langsam abläuft, kann mit dem Schnelligkeitsmodus nachhelfen.
Vorteil des Nanosuits ist, dass die Taktik innerhalb von kürzester Zeit gewechselt werden kann. Werden wir im Tarnmodus von einem Koreaner entdeckt, können wir notfalls immernoch mit durch pure Gewalt vorankommen.
Das Waffenarsenal hingegen könnte etwas umfangreichen sein. Dem Spieler stehen eine Pistole, zwei Sturmgewehre, eine Schrotflinte, zwei Scharfschützengewehre sowie eine Alien- und Atomwaffe zur Verfügung. Vorteilhaft ist, dass sich diese leicht modifizieren lassen. So können zum Beispiel Schalldämpfer, Granatwerfer oder Zieleinrichtungen unsere taktischen Ambitionen unterstützen, und wirken so ergänzend zum Nanosuit.
Außer schlagkräftigen Waffen und dem Nanosuit steht dem Spieler noch ein großer Fuhrpark zur Verfügung. Dieser umfasst Jeeps, Panzer, Hubschrauber und einen Senkrechtstarter. Die Hubschrauber dienen jedoch im Einzelspieler Modus nur dazu, dem Spieler das Leben zur Hölle zu machen. Anders ist es bei den Jeeps. Diese sorgen für ein schnelles Vorankommen auf den teils sehr großen Inseln oder für erhöhte Feuerkraft bei größeren Gegnermassen. Für Panzer und Senkrechtstarter schafften die Entwickler je ein Level. Leider ist das Level des Senkrechtstarters vorbei, sobald wir uns an dessen Steuerung gewöhnt haben.

Als Testversion lag uns die Special Edition vor. Diese kommt in der von Spielen wie Bioshock bekannten, schicken Steelbox daher. Das Bonusmaterial ist recht umfangreich. Im Video „Making of Crysis“ stellen die Entwickler ihren jüngsten Sprössling vor, und Sprechen Probleme an, mit denen sie zu kämpfen hatten. Gute englisch Kenntnisse werden Aufgrund der fehlenden Untertitel vorausgesetzt. Des Weiteren befinden sich auf der ersten Bonus DVD bereits bekannte Trailer, Screenshots, Artworks, und Storyboards. Interessant sind diese besonders für künstlerisch interessierte Spieler.
Neben der Bonus DVD befindet sich eine Karte für ein zusätzlich freischaltbares Multiplayerfahrzeug, ein kleines Artbook mit weiteren Entwürfen und der Soundtrack von Inon Zur. Dieser bekam bereits für seine vergangenen Projekte zahlreiche Awards. Eines dieser Projekte ist die Prince of Persia Reihe.
Der ca 60 Minuten lange Soundtrack umfasst die bereits aus dem Spiel bekannte Hintergrundmusik. Diese ist fasst zu schade um als nettes Beiwerk von einem Computerspiel zu fungieren. Die stimmungsvoll in Szene gesetzten Stücke unterstreichen die Atmosphäre des Spiels und rufen Erinnerungen wach.
Pflicht ist der Kauf der Special Edition zwar nicht, Fans werden die geringen Mehrinvestitionen jedoch nicht bereuen.

Nach dem Abschluss der Einzelspieler Kampagne testen wir nun den Mehrspieler Modus. Diesen wollten die Entwickler ebenfalls attraktiver gestalten als bei Crysis. Zur Wahl stehen die Spiel Modi Instant Action und Power Struggle. Beim Power Struggle Modus müsst ihr Fabriken und Absturzstellen der Aliens besetzen um so die Gebäude der Gegnerischen Fraktion durch neue Waffentechnologie zerstören zu können. Bei Instant Action handelt es sich um den klassischen Death Match Modus.
Wem Spiel und Multiplayer noch nicht reichen, der kann sich am Editor versuchen. Der Kreativität sind dabei nahezu keine Grenzen gesetzt. Der einzige Begrenzende Faktor ist die Zeit. Bestehende Karten können verändert, oder völlig neue erstellt werden. Zwar ist der Editor recht übersichtlich, jedoch durch die zahlreichen Funktionen für Neueinsteiger kompliziert. Wer nicht weiterkommt kann allerdings im Internet nach Hilfe suchen. Dort werden Toutorials angeboten, die einen leichteren Einstieg ermöglichen. Nichtnutzer können zudem auf zahlreiche Mods hoffen, die ihnen weitere zahlreiche Stunden voller Spielspaß verschaffen werden.

Crysis (Special Edition) Screenshots:



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