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Crysis Review [spielbericht] Plattform: PC | Games |DDA

Crysis Review

Testbericht - Seite 1/2 (weiter)

Review von Crysis:

Wie lange hat die Spielergemeinde darauf gewartet ... Nicht nur auf einen Nachfolger vom beliebten Far Cry, sondern auch auf die Umsetzung von gigantischen Ankündigungen seitens des Entwicklers Crytek. Eine überragende Physik sollte es haben, bombastische Grafik und eine sehr intelligente KI. Schon vor mehreren Monaten waren Unmengen Videos im Umlauf, auf denen man bereits die Physik und die Grafik bewundern konnte.

Eigentlich weiß ich gar nicht, wo ich zuerst anfangen soll, so hat mich dieses Spiel in seinen Bann gezogen. Zu genial ist die Physik, zu schillernd die Pracht auf dem Bildschirm. Fast alle Anforderungen an Crysis sind erfüllt worden. Ich wollte der Beurteilung eigentlich nicht vorgreifen, aber die meisten haben Crysis sicher schon gespielt bzw. sich Videos oder Screenshots angesehen. Auch damit erkennt man schon enormes Potential.



Die erste krasse Überraschung hatte ich bereits in der Demo. Ich griff einen Gegner an, dieser rannte hinter einen Baum. Nach ein paar Schuss auf den Baum fiel dieser um und erschlug den Gegner. Dieses Maß an Physik und Kollisionsabfrage hatte ich dann doch nicht erwartet, vor allem nicht in einer Demo, doch das ist die Cryengine 2, an der wir uns nun erfreuen dürfen. Das zieht sich durch das gesamte Spiel; Gegenstände, wie z.B. umherfliegende Trümmerteile können nicht nur die KI oder auch den Spieler erschlagen, sondern prallen realistisch ab, reißen Bäume um, beschädigen Fahrzeuge und so weiter. Der größte Teil der Levels lässt sich auch wie in echt zerstören. Man kann mit Waffen wie z.B. der Schrotflinte Gegenstände oder Häuserwände durchschießen, oder auch Dächer komplett abdecken, indem man Kisten oder Fässer (oder Gegner) dagegenwirft. Alternativ kann man auch einen Panzer nehmen und quer durch das Gebäude durchfahren. Militärfahrzeuge lassen sich schnell zerstören, indem man auf den Tank schießt (funktioniert auch unter Wasser noch). Alles in allem sind der Experimentierfreudigkeit keine Grenzen gesetzt.

Was Spieler außerdem komplett faszinieren wird, ist die ungeheure Grafik von Crysis. Ich habe extra einiges an Screenshots für euch gemacht, damit ihr euch selbst überzeugen könnt. Kristallklares Wasser, Flora und Fauna wie aus dem Bilderbuch, Sonnenauf- und untergänge, brillant aussehende Explosionen und Feuer ... Das Auge erlebt hier eine Grafikpracht auf höchstem Level. Natürlich sind alle Models äußerst detailliert und sehen richtig gut aus. Da wurde wirklich an nichts gespart. Spätestens nach wenigen Minuten kommt dadurch richtiges Urwald-Feeling auf, wenn man durch die Pflanzenwelt wandert.

Doch Crysis hat nicht nur fantastische Optik und Physik, sondern auch das taktische Element ist sehr gut durchdacht. Welche Möglichkeiten habe ich, einen Gegner zu eliminieren, wenn ich keine Munition mehr habe? Zuerst gibt es 3 Möglichkeiten für Nahkampfangriffe: Mit der Faust, mit einem Gewehrkolben oder mit der Funktion Packen, wonach ich den Gegner durch die Luft oder gegen ein Hindernis werfen kann. Außerdem kann ich den Gegner mit Gegenständen bewerfen (auch mit Teilen, die man z.b. aus einem Baum herausgeschlagen hat). Ich kann ihn mit Militär- oder Zivilfahrzeugen überfahren. Außerdem kann man an jedem Gewehr den taktischen Zusatz anbringen, mit dem man unendlich Betäubungsgeschosse verschießen kann, die den Gegner für ca. eine Minute außer Gefecht setzen. Während dieser Minute kann ich ihn dann mit einem Gegenstand erschlagen, und mir seine Munition schnappen. Profis dürfen auch mal versuchen, einen Gegner in einem Gebäude zu eliminieren, indem man das Gebäude so angreift, das es zusammenfällt oder zumindest das Dach einstürzt. Auch hier gilt: Beim Experimentieren entdeckt man die tollsten Sachen.

Nun einmal kurz zum Nanosuit. Dieser einzigartige Anzug eures Kämpfers kann in verschiedenen Modi eingesetzt werden, um euch im Kampf zu unterstützen. 'Maximale Panzerung' im Feuergefecht, um Schaden zu minimieren, 'Maximale Stärke' um Nahkampfattacken effektiver zu machen und höher zu springen, "Maximales Tempo" um sich äußerst schnell vorwärts zu bewegen. Der wichtigste Modus überhaupt ist jedoch das Tarnschild. Damit wird es möglich, einen gegnerischen Stützpunkt mit 15 Gegnern und mehr zu infiltrieren, das Missionsziel zu erfüllen und sich aus dem Staub zu machen, ohne einen Gegner zu töten. Der Nachteil ist, das diese Tarnung sofort deaktiviert wird, sobald ihr einen Schuss abfeuert oder anderweitig angreift, und das es permanent Energie des Nano-Anzuges verbraucht, je schneller ihr euch bewegt umso mehr. Der 5. Modus beinhaltet eure Waffenmodifikationen. Umschalten könnt ihr die Modi sehr schnell, indem ihr die mittlere Maustaste gedrückt haltet und die Maus ein Stück in die entsprechende Richtung bewegt.

Sehr viel Spaß hat man meiner Meinung nach auch in den Feuergefechten. Hier zeigt sich eine sehr gute KI, die auch mal in Deckung rennt und euch, wenn möglich, versucht, in den Rücken zu fallen. Hier gilt: Am Anfang nicht zu offensiv werden. Das wichtigste Mittel hier ist das Tarnschild. Einen Gegner ausknipsen und wieder die Tarnung aktivieren. Ebenfalls wichtig im offenen Gelände ist der Schalldämpfer. Habt ihr keinen angebracht, wissen die meisten Gegner sofort, wo ihr euch befindet. Auch könnt ihr in der Waffenmodifikation jederzeit die Art des Visieres ändern: normales Visier über Kimme und Korn, Reflexvisier, Sturmvisier, Laservisier ... Hm, ein Scharfschützenvisier auf einer Schrotflinte? Kein Problem! Obs was bringt ist eine andere Frage. Übrigens ist es auch möglich, im hohen Gras zu liegen und direkt an Gegnern vorbei zu kriechen, ohne dass diese euch bemerken. Soll heißen, die KI hat keine ungerechten Vorteile euch gegenüber. Worauf man eher verzichten sollte, ist die Taschenlampe. Damit sehen euch die Widersacher selbst dann, wenn ihr unsichtbar seid.

Noch ein Wort zu Fahrzeugen & Co. Das Militärfahrzeug Hummer begegnet euch vor allem in den ersten Leveln ziemlich häufig, mit diesem Fahrzeug steigen eure Chancen natürlich gewaltig, größere Gegnermengen zu bewältigen. Zum einen seid ihr schwerer zu treffen, zum anderen könnt ihr fahren und schießen gleichzeitig, und zum dritten habt ihr unendlich Munition dafür. Wie bereits erwähnt, kann man es auch nutzen, um Gegner zu überfahren, oder man prescht einfach in einen gegnerischen Stützpunkt hinein, springt aus dem Fahrzeug heraus und sprengt es mit ein paar gezielten Schüssen auf den Tank in die Luft. Man kann so ziemlich jedes Fahrzeug noch beschleunigen, wenn man mit der Standardbelegung die Shift-Taste benutzt; die Fahrzeuge sind nämlich mit Nos-Anlagen ausgerüstet. Übrigens dürft ihr in der Kampagne nicht nur Zivil- und Militärfahrzeuge benutzen, sondern müsst Panzer fahren, einen Senkrechtstarter fliegen und dergleichen mehr. Für Abwechslung ist also auch gesorgt.

Zum Abschluss noch kurz zum Multiplayer. Hier habt ihr die Wahl zwischen Instant Action und Power Struggle. Während Instant Action dem normalen Deathmatch entspricht, haben sich die Entwickler mit Power Struggle noch etwas Hübsches einfallen lassen. Diese Variante funktioniert wie Team-Deathmatch, jedoch mit einigen Modifikationen. Hier muss jede Seite (US und KVA) versuchen, Prototypen-Fabriken zu besetzen und Alien-Absturzstellen zu sichern. Mit den Fabriken erhält man Zugriff auf neue Waffentechnologien, durch die Alien-Absturzstellen bekommt man die dazu nötigen Energiequellen. Sind davon genügend vorhanden, kann man neue Waffentechnologien nutzen, um das gegnerische Hauptgebäude zu zerstören und einen sofortigen Sieg zu erringen. Darüber hinaus kann man auch Fahrzeugfabriken, Boots- oder Flugzeugwerften einnehmen, und auf die entsprechenden fahrbaren Untersätze zurückgreifen. Dieser Modus macht sehr viel Spaß, und es stehen auch schon etliche Karten dafür bereit. Das Manko am Multiplayer ist natürlich, das hier natürlich diejenigen im Vorteil sind, die schon mit der Beta spielen durften. Die hatten genug Zeit zum Üben und machen einem ordentlich das Leben schwer.

Crysis Screenshots:



Fazit und Wertung:

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