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Drop Team Review [spielbericht] Plattform: PC | Games |DDA

Drop Team Review

Testbericht - Seite 1/2 (weiter)

Review von Drop Team:

Im Spiel „Drop Team“ ist man Kämpfer auf der einen und quasi ein Kommandant einer kleinen Armee auf der anderen Seite. Diese kämpft in der gesamten Galaxie. Hört sich eigentlich doch ganz toll an, aber kommen wir einfach mal zum näheren Spielaufbau. Wir befinden uns im Universum.
Unter den vielen Planeten befinden sich 23 Karten, die sich in ihrem Design und ihrer Struktur noch leicht unterscheiden, aber ansonsten nicht großartig anders sind. Jede dieser Karten ist quadratisch und ungefähr gleich groß. Sie weisen einfach keine großen Spezialitäten oder Blickfänge auf. Beispiel gefällig? Karte eins ist eine Wüste mit einer Schlucht und zwei Basen. Die Basen sind eigentlich nur zwei Vierecke mit einer Mauer. Karte zwei ist ein grüner Planet mit einer Großstadt, die zugegebenermaßen mit den weit auseinander stehenden Gebäuden und den merkwürdig kleinen Straßen nun wirklich nicht toll aussieht. Karte drei hat zwei Berge und eine Straße, die zwischen ihnen verläuft. Vegetation ist fast nicht vorhanden und wenn dann sieht sie schlecht aus. Wenn man durch Büsche fährt, werden diese abgemäht, allerdings hat das so oder so keinen großen Einfluss auf das Spiel. Ab und an sieht man einen einzigen Strommast irgendwo herausragen. Den Karten fehlt es einfach an Feinschliff und Originellität. Wenn so die Zukunft aussieht und Planeten im Universum so öde sind, dann möchte ich nicht dort leben müssen.

Man startet als Commander und sucht sich für sein Team als erstes eines von vielen Gerätschaften aus. Je nachdem welchen Modus man gewählt hat, sind die restlichen Teamkameraden schon auf dem Spielfeld. Auf den Karten gibt es im unterschiedlich viele Arten von Spielemodi.
Fahnenkampf, Ziel-Auftrag und Territorieneroberung unterscheiden sich nur leicht von einander. Im ersten versucht man das vom Gegner stetig umgebene Fähnchen zu stehlen, beim zweiten muss man einfache Ziele für sein Team erledigen und beim letzteren nimmt man Gebiete des Feindes ein, die auf der Karte dann die Farbe wechseln. Man könnte sich jetzt taktisch klug überlegen, ob man beispielsweise Geschütztürme nahe der Basis installiert, um feindliche Transportflugzeuge zum Abstürzen zu bringen, ob man Mienen legen soll oder ob man lieber gleich mit einem der 25 Fahrzeuge (Sensorstationen mitgezählt), einem Flugzeug oder drei unterschiedlichen Infanterieeinheiten zu Lande geht. Aber halt, das Flugzeug gehört nur zu den Transportern, man kann es in soweit kontrollieren, als dass man es befehligen, allerdings nicht eigenhändig steuern kann, geschweige denn dass es überhaupt schießt. Es ist eben nur zum Transportieren geeignet und wenn man die vorgegebene Anzahl von Transportern verliert, so kann man gar keine verstärkenden Einheiten mehr einfliegen lassen, die übrigens auch alle eine begrenzte Anzahl besitzen. Die drei Infanteriegruppen bestehen aus fünf Einheiten eines Teams, dass entweder Schütze oder Panzerabwehr ist. Diese Einheiten sind zusammengehörig und können keine Fahrzeuge benutzen. Man steuert immer jeweils einen von ihnen. Witzig ist hier die Jetpackeinsatzmöglichkeit, allerdings kann man beim Fliegen nicht schießen.



Jedes Fahrzeug hat unterschiedliche Stärken bezogen auf Waffen, Waffenstärke und Geschwindigkeit. Allerdings gibt es nicht viele unterschiedliche Waffentypen. Wenn man unter Beschuss steht, können verschiedene Teile des Fahrzeuges beschädigt werden. Es gibt den Laser und das Maschinengewehr, dann noch Raketen, die so gut wie alles treffen und sofort vernichten. Deshalb bräuchte eigentlich nur jeder einen schnellen Raketenjeep nehmen und im nu wäre das Spiel vorbei, weil überall jeder in die Luft gehen würde und die Schnelligkeit ist auch unwichtig, da die Raketen sowieso fast jedes Ziel erwischen. Wenn man über den Actionanteil des Spiels zu betrübt ist, bleib einem vielleicht immer noch etwas vom Taktikteil. Immerhin kann man die Übersichtskarte aufrufen, in die man auch hineinzoomen kann. Hier sieht jeder sofort die exakte Position der Einheiten und Situation des Gefechts, insofern der Gegner sich nicht in einem unsichtbaren Feld befindet. Das Spiel ist nämlich zum Teil recht unfair was diese Sache anbelangt. Moment mal, sind das etwa Tarnsysteme? Nein! Ich fahre mit meinem Jeep zu gegnerischen Flagge und werde auf einmal von einer Raketen getroffen und bin sogleich tot. Ich schaue mich um. Nirgends ein Fahrzeug oder Geschütz an der Stelle, wo ich die Rakete starten sah. Man sieht mich, ich aber nicht den Gegner, dafür aber genau den Punkt, von dem der Schuss kam. Jedenfalls kann man seinen Einheiten auf der Karte einige einfache Befehle wie angreifen, stehen bleiben, vorrücken etc. erteilen. Insgesamt sind es aber zu wenige und zu einfache Befehle, die oft nicht genau oder zu spät ausgeführt werden.
Computergegner lassen sich in einigen Schwierigkeitsgraden genau anpassen. Nun ja, schon auf mittlerer Stufe reagieren diese ziemlich unfair, sie treffen jedes Luftschiff in Sekunden und beschissen dich beinahe komplett genau bei jeder Geschwindigkeit.

Das Spiel hat überhaupt keine Musikbegleitung, allerhöchstens eine Melodie im Hauptmenü und nach kurzer Zeit nervende Sprachsounds in irgendeiner fremden Sprache, die sich dauern wiederholen. Die Steuerung der Einheiten reagiert des Öfteren über. Wenn man also etwas zu schnell in die Kurve geht dreht man sich schon mal völlig im Kreis oder macht gleich einen Satz auf den Rücken, sodass das Fahrzeug kampfunfähig zurückbleibt. Meiner Meinung nach ist das zu extrem.
Einer der Gründe warum das Spiel seinen Actionpart so vermasselt, ist dass die Fahrzeuge einfach zu langsam sind. Jeeps kommen mit der Zeit in Fahrt, aber alle anderen bewegen sich viel zu langsam. Sodass man oft nur hilflos zugucken kann, wie man getroffen wird und nicht ausweichen kann. Ich habe auf höchsten Details gespielt und trotzdem wirkte das Spiel doch alt. Kartenränder sehen sehr hässlich aus Geschosse sind überhaupt nicht gut sichtbar. Schaden an gegnerischen Fahrzeugen ist nicht gut genug erkennbar und wenn ein Gegner besiegt ist, so explodiert er nicht, sondern bleibt eine Weile brennend stehen und verschwindet irgendwann.
Kleine Bugs wie durch Häuser fliegen oder an Ecken hängen bleiben stören das eh schon negativ aufregende Spiel. Die Computer-KI teilweise dumm und reagiert nicht immer gut. KI-Kameraden in einer Gruppe schaffen es nicht zu hinterher zu kommen, wenn man auf ein hohes Haus fliegt. Die Umgebung ist keineswegs zerstörbar und kein Gebäude ist betretbar.

Das Spiel bietet einen Onlinemodus sowie einen Lan-Netzwerkmodus. Es ist quasi darauf ausgerichtet im Internet gespielt zu werden. Auch im Internet lassen sich Bots einsetzen. Der Einzelspieler bietet für Einsteiger kein Tutorial. Die Kampagne ist ein Witz. Ein paar Bilder und durchaus der ein oder andere Text, das war s auch schon. Dann hat man gewisse Ziele wie die Zerstörung von feindlichen Panzern, die ihre Heimat verteidigen. Jedoch ist die Missionsgestaltung genauso unschön wie die Welt in der sie spielt.
Das Spiel bietet öfters einige Explosionseffekte, wobei man selten weiß, woher diese stammen, ob nun von Mienen, feindlichen Kugel- oder Laserbeschuss oder gleich direktem Raketenhagel. So denkt man manchmal wirklich, man hätte eine Actionsituation, doch dann ist man wieder so eingeschränkt, langsam und weiß einfach nicht, was man genau tun soll.

Drop Team Screenshots:



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