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Call of Duty 4 - Modern Warfare Review [spielbericht] Plattform: PC | Games |DDA

Call of Duty 4 - Modern Warfare Review

Testbericht - Seite 1/2 (weiter)

Review von Call of Duty 4 - Modern Warfare:

Call of Duty 4 ist bereits der dritte Teil der Serie auf dem PC, der 4te Teil insgesamt. Wie schon zuvor springen sie in die Person verschiedener Protagonisten, z.B. einem SAS-Soldaten, und erledigen Aufträge in verschiedenen Ländern der ganzen Welt. Ein meist breites Arsenal an Waffen und explosivem Schnickschnack hilft ihnen weiter, dass Ziel zu erreichen und wieder einmal die Welt zu retten. KI-Kameraden, teils spawnend, teils unverwundbar, helfen ihnen auf ihrem Kreuzzug gegen das Böse und am Ende sind es doch sie, der den Ruhm einheimst und als strahlender Sieger vom Platz geht.
Wie, das kennen sie alles schon? Darauf haben sie keinen Bock mehr? Sie wollen Dreck, Schweiß, Kampf und das Gefühl, etwas „erlebt zu haben“? Bitte lesen sie weiter, denn mit Call of Duty 4 steht ein FPS-Kracher im Laden, der seit Jahren seines Gleichen sucht!

Die erste Mission entführt sie per Helikopter auf ein Schiff, einen großen Frachter. Auf diesem befindet sich ein nuklearer Sprengkörper, den sie finden und bergen sollen. Im strömendem Regen näher sie sich dem großen Schiff, umfliegen es und werden schließlich an einem Seil heruntergelassen. Gut, niemand hat die Ankunft bemerkt. Doch statt nun langsam von Ecke zu Ecke, von Kiste zu Kiste zu schleichen, geht es sofort zackig los: Leise Sprints zur Brücke, eine Tür wird eingetreten, die Treppe hinabgestürmt. Funksprüche rauschen durch ihr Mikro. Sobald ein „Tango“, also ein Feind, gesichtet wird, wird ihnen das mitgeteilt. Schüsse fallen, Körper gehen zu Boden. Bald haben sie es geschafft und finden den nuklearen, hochexplosiven Sprengkörper. Doch was ist das? Feindliche Helikopter nähern sich dem Schiff, sie haben Wind bekommen von dem Angriff und wollen den Frachter nun versenken – mit ihnen. Ein waghalsiger Sprint den gesamten Weg zurück beginnt. Vorbei an kaputten Rohren und weg brechenden Lauframpen. Alles in konsequenter Schräglage! Sie schaffen es raus, der Regen peitscht weiter hernieder, ein verzweifelter Sprint zum rettenden Helikopter, das Seefahrzeug droht unter ihren Füßen abzusinken. Ansetzen zum Sprung und ... geschafft! Im letzten Moment erreichen sie die Tragefläche, ihr Kommandant greift nach ihren abrutschenden Händen. Ein letzter Blick aus dem Frachtraum: Das Schiff wird von den Wellen umgarnt und schließlich in die Tiefe gerissen.
Und der Lohn? Nur ein paar Dokumente...


Wenn ihnen das schon zu viel und zu schnell war sollten sie Call of Duty 4 gar nicht erst anrühren – Die Tutorialmission (ja, genau, diese Mission auf dem Schiff war nur das Tutorial!) ist noch einer der harmloseren Missionen. Geschwindigkeit spielt eine große Rolle in Call of Duty. Kaum eine Mission in der es nicht non-stop Action gibt. Sie rennen von einem Punkt zum Nächsten und ballern was das Zeug hält. Grafisch kann Call of Duty dabei besonders in einem Punkt überzeugen: Der Performance. Wo ein Crysis bei mir in mittleren Details läuft, aber selbst da eher bescheiden aussieht, läuft ein CoD in mittleren Details, 1280x1024 und 2xAA butterweich – Und sieht teils so genial aus, dass ich den Mund nicht mehr zu bekam. Zwar zeigt die aufgebohrte CoD2 Engine öfters ihre Schwächen – Doch die Atmosphäre die sie dafür geboten bekommen ist einzigartig auf dem PC. Selbst Stalker kann – unserer Meinung nach – da nicht mithalten.



Doch um was geht es eigentlich? Wer in CoD einmal nach einer Geschichte gesucht hat, musste schon eine Lupe dafür verwenden: Der 2te Weltkrieg war Geschichte genug. Doch CoD4 spielt nicht mehr im 2ten Weltkrieg sondern nimmt sich einen fiktiven Konflikt heraus: Ein böser, aufmüpfiger General ermordet im Live Fernsehen den Präsidenten eines Krisenlandes - wie sie diese Exekution erleben ist übrigens fesselnd und packend inszeniert – und das „Gute“ (Amerika, Briten, etc.pp.) macht sich auf diesen bösen General zu erledigen. Da aber dieser nur ein Handlanger ist, werden seine 3 Komplizen auch noch ausgeschaltet. Geschichte ist zwar dieses mal da, aber wieder nicht so stark im Vordergrund wie in Spielen ala Half-Life. Doch eine Leistungssteigerung ist zu erkennen und die Story weiß durch ihre Inszenierung zu unterhalten und zu packen!

Wenn wir schon wieder über Inszenierung reden (Die ist einfach genial!) können wir auch gleich über den Sound reden. Infinity Ward typisch ist der wieder einmal bombastisch. Wenn sie mitten in einem Gefecht – passendes System vorausgesetzt – Granaten explodieren hören und die Schüsse ihnen nur so um die Ohren zischen, dann fühlt sich das schon beängstigend echt an.
Doch es gibt noch einen weiteren Pluspunkt: Die Dialoge. Noch nie, und ich meine nie, empfand ich Dialoge in einem Kriegsspiel so lebensecht und realistisch vertont (Englische Version!): Beispiel gefällig? In einer Mission müssen sie mit einem Thunderbird Bodentruppen unterstützen. Dabei unterhält sich ihr Pilot, während sie an der Kanone sitzen, mit den Bodentruppen und weist ihnen Ziele zu. Das sieht dann eben so aus:
„Near the curved street is a car.“
„Uhm...which one is the curved one?“
„You see the watertower?“
„Yeah.“
„Next to that one.“
Schriftlich mag das nun nicht so beeindrucken, doch wenn sie hören wie die Soldaten Verwunderung, Verwirrung oder Unwissenheit in ihre Tonlage legen und diese ebenso im gesprochenen widerhallt werden sie begeistert sein: Ich verspreche es!

Doch Sound und Grafik ist natürlich in einem Shooter nicht alles. Wie fühlt sich das Ganze denn nun an? Ich kann ihnen nur sagen: Großartig. Call of Duty 4 macht praktisch alles richtig, was ein Shooter richtig machen kann.
Die Missionen sind fantastisch inszeniert und fordernd wie abwechselnd: Mal sitzen sie an der Kanone eines Thunderbirds, mal schleichen sie über einen Frachter, mal durch ein besetztes Dorf, mal durch Ruinen einer Stadt in Azerbaidschan. Mal haben sie eine Sniper in der Hand, mal eine MG42 und mal einfach nur eine MP. Mal legen sie einen Hinterhalt, mal befreien sie einen Kameraden, mal suchen sie Dokumente und mal verteidigen sie einfach nur eine Stellung. Langeweile gibt es nicht!
Die Level sind Genretypisch linear angelegt, doch um die Level in CoD mit einer Metapher zu beschreiben: Sie gehen einen Weg entlang, der einfach ein Stück breiter ist als normal. Es wird ihnen eine teils große Freiheit suggeriert, in dem sie viele Gänge und Wege sehen, diese aber meist nicht beschreiten, da sie mit ihren Kameraden Schritt halten. Hier und da können sie auch einfach nur die Missionsziele abarbeiten.

Was gibt es noch zu sagen? Natürlich: CoD4 strotz in Details. Feine Todesanimationen, die Attacken der Hunde, die Scharfschützenmissionen, die mal wieder über aus genialen Scripts und die packende Atmosphäre.

Was nach dem Singleplayer bleibt ist der Multiplayer, die wieder einmal gewohnt genial und CoD-Typisch mit gleichen Modi aufwartet. Kleinere Balancingprobleme stören zwar noch, doch diese werden sicherlich augemerzt werden.

Call of Duty 4 - Modern Warfare Screenshots:



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